agriMA Porträt

Die agriMA ist eine Leseranalyse des Marktes für landwirtschaftliche Zeitschriften und wird in einem Abstand von mehreren Jahren durchgeführt. Erstmals ging die agriMA 1995 ins Feld. Nach weiteren Erhebungen in 1998, 2002 und 2005 befragte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt, Wallenhorst, zum Jahreswechsel 2008/2009 bereits zum fünften Mal im Stichprobenverfahren einen großen Teil der deutschen Landwirtschaft.

Grundgesamtheit der agriMA 2009 sind die 277 000 landwirtschaftlichen Betriebe mit mehr als 5 Hektar (Westdeutschland) bzw. ab 50 Hektar (Deutschland Ost). Ihre landwirtschaftliche Nutzfläche deckt etwa 98 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ab.

Erhoben wurden Daten zur Mediennutzung (Bekanntheit, weitester Leserkreis, Leser pro Nummer, Leser pro Ausgabe) und zur Einschätzung der Medienqualität, aber auch zur Betriebsgröße, zur Flächennutzung, zum Betriebstyp, zur Betriebsform, zur Maschinenausstattung, zum Tierbestand, zur Betriebs- und Investitionsplanung, zur PC- und Internetnutzung und zum Informations- und Entscheidungsverhalten der Landwirte.

Insgesamt wurden 34 Zeitschriften bei dieser Befragung berücksichtigt.

Auftraggeber ist eine Arbeitsgruppe aus Agrar-Fachverlagen und der landwirtschaftlich orientierten Industrie.

Mit der Mediaanalyse der landwirtschaftlichen Fachzeitschriften in Deutschland stehen der Agrarbranche Zahlen für die Mediaplanung und zusätzliche Informationen über die Entwicklung der Landwirtschaft zur Verfügung.

Die Ergebnisse der agriMA 2009 zeigen eine kontinuierlich hohe Nutzung der landwirtschaftlichen Fachzeitschriften. Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahre 2005 blieben die Reichweiten der meisten Titel wie auch die der Zeitschriftengattungen, ob Wochenblätter, überregionale Magazine oder Spezialzeitschriften, stabil.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Zweiteilung des Marktes weiter voranschreitet: Auf der einen Seite die größeren, spezialisierten und meist weiter wachsenden Betriebe, auf der anderen Seite auslaufende Betriebe und Nebenerwerbsunternehmen.

Aus der agriMA geht u. a. hervor, dass die Landwirte zur fachlichen Information und Weiterbildung intensiv die landwirtschaftliche Fachpresse nutzen und im Durchschnitt drei bis vier landwirtschaftliche Fachzeitschriften lesen. Die Mediaanalyse weist deutliche regionale Unterschiede nach. In den östlichen Bundesländern werden sechs bis sieben Fachzeitschriften pro Betrieb bezogen. In den alten Bundesländern lesen die Betriebsleiter von größeren Betrieben zwischen fünf und sechs Fachzeitschriften.